Hepatitis A

Hepatitis A ist eine Leberentzündung, die durch das Hepatitis A Virus verursacht wird. Diese Virushepatitis heilt ziemlich schnell ab und wird nie chronisch. Wer einmal an Hepatitis A erkrankt war, bekommt diese nie wieder - es besteht eine lebenslange Immunität.

Synonyme

Virushepatitis (A), Leberentzündung (A), HAV-Infektion

Definition

Person wäscht sich Hände

Eine Leberentzündung durch Hepatitis A (HAV) ist im Vergleich mit anderen Formen der Hepatitis für gesunde Menschen eher harmlos und symptomfrei.

Bei älteren Menschen und bei Menschen mit anderen Lebererkrankungen kann Hepatitis A aber auch ein Leberversagen hervorrufen.

Von Hepatitis A betroffen sind vor allem Kinder und Jugendliche, Säuglinge eher selten. Das 1. Lebensjahr ist der beste Zeitpunkt, um mit einer Hepatitis-A-Impfung für eine lebenslange Immunität zu sorgen.

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Häufigkeit

Das Hepatitis A-Virus ist in der ganzen Welt verbreitet. In Europa findet es sich bei mehr als 90 Prozent aller Erwachsenen nach dem 85. Lebensjahr. Bei den 45 bis 54jährigen sind es zwei Drittel. Der beste Zeitpunkt zum Schutz vor der Infektion durch eine Hepatitis A-Impfung ist das 1. Lebensjahr.

Bei Säuglingen findet sich der Erreger nur zu 1 Prozent. Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass in Entwicklungsländern praktisch alle Menschen schon als Kind eine HAV-Infektion durchgemacht haben.

Hepatitis A betrifft vor allem Kinder im Spätherbst

Obwohl prinzipiell jeder Mensch an Hepatitis A erkranken kann, sind vor allem Kinder und Jugendliche von dieser Form der Leberentzündung betroffen. Zudem beobachtet man eine Häufung der Hepatitis A-Erkrankungen gegen Ende der Urlaubszeit im Sommer bis Spätherbst. Möglicherweise liegt das daran, dass sich in dieser Zeit viele Kinder beim Baden anstecken oder bei Fernreisen infektiöses Wasser bzw. infektiöse Nahrungsmittel zu sich nehmen.

Symptome

Eines der Symptome bei Hepatitis A ist die für Leberentzündungen typische Gelbfärbung von Haut und Schleimhaut (landläufig als Gelbsucht bezeichnet). Sie entwickelt sich bei der Hälfte der Betroffenen. Meist ist die Färbung aber nur sehr gering ausgeprägt, oft erkennt man nur einen schwachen Gelbschimmer in den Augen. Mitunter sind Leber und Milz geschwollen. Auch Juckreiz und Hautausschlag können auf Hepatitis A hinweisen. In vielen Fällen verläuft Hepatitis A aber ganz ohne Symptome.

Chronische Verläufe von Hepatitis A sind bisher nicht bekannt. Die Erkrankung heilt nach etwa 3 bis 6 Wochen.

Komplikationen

So harmlos Hepatitis A auf den ersten Blick erscheint: Es sind auch Komplikationen möglich. Insbesondere bei älteren Menschen oder bei einer vorgeschädigten Leber wie Fettleber und Leberzirrhose. Im schlimmsten Fall führt die Infektion zu einem Lebensversagen, das ohne die richtige und schnelle Behandlung tödlich verlaufen kann. Die Wahrscheinlichkeit für ein Leberversagen durch Hepatitis A liegt aber bei unter 0,1 Prozent, das Sterberisiko noch einmal deutlich darunter.

Zu schweren Verläufen von Hepatitis A kommt es überdies in der Regel nur bei Menschen, die bereits eine chronische Leberentzündung als Hepatitis B oder Hepatitis C erworben hatten. Dann kann eine Ausheilung der Hepatitis A bis zu einem Jahr andauern.

Ursachen

Ursache von Hepatitis ist eine Infektion mit dem Hepatitis-A-Virus, das sich bei 90 Prozent der Erwachsenen nachweisen lässt.. Die Inkubationszeit (also die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung) beträgt zwischen 15 und 50 Tagen. Ist das Virus in den Körper eingedrungen, sind die Betroffenen bereits eine bis zwei Wochen vor dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen ansteckend. Sie scheiden die Viren über den Urin, Stuhl oder Speichel aus.

Hepatitis A Übertragung

Das Hepatitis A-Virus wird vor allem durch Nahrungsmittel oder Wasser übertragen - und zwar dann, wenn das Virus ins Abwasser gelangt. Bei fehlenden Desinfektions- und Reinigungsmaßnahmen verunreinigt das Virus Gewässer oder Trinkwasser. Gelangt dieses Wasser auf Nahrungsmittel, wie beispielsweise Obst oder Salat, erfolgt die Ansteckung beim Essen. Auch Meerestiere wie Muscheln und bestimmte Schalentiere sind eine besondere Gefahrenquelle für eine Infektion mit dem Hepatitis A-Virus.

Hepatitis A-Viren werden aber auch über infizierten Stuhl übertragen. Das ist der Fall, wenn mikroskopisch kleine infektiöse Kotpartikel bei unzureichender Hygiene (zum Beispiel wenn die Hände nach dem Toilettengang nicht gewaschen werden) durch eine sogenannte Schmierinfektion in den Mund gelangen. Ebenso kann enger körperlicher Kontakt sowie ein Aufenthalt in Schwimmbädern eine Übertragung des Virus zur Folge haben.

Behandlung

Zur Behandlung von Hepatitis A gibt es keine speziellen Medikamente oder Therapien. Wichtig ist es, die Leber zu schonen. Das heißt: Keinen Alkohol trinken, keine leberbelastenden Nahrungsmittel verzehren (fettes Fleisch oder Wurst) und keine leberschädigenden Medikamente (wie Paracetamol) einnehmen. Bei ausgeprägten Krankheitszeichen kann Bettruhe helfen, Hepatitis A schneller zu überwinden.

Vorbeugung

Die sicherste Vorbeugung vor Hepatitis A erreichen Sie mit einer Schutzimpfung. Kinder erhalten die Impfung auf Wunsch der Eltern ab dem ersten Lebensjahr. Bei einer aktiven Impfung werden abgetötete Hepatitis A-Viren in einen Muskel (meistens in den Oberarm) gespritzt. Der volle Impfschutz wird nach zwei Spritzen erreicht und hält in der Regel mehr als 10 Jahre an. Nicht wenige Mediziner gehen sogar von einer Immunitätsdauer von 20 bis 25 Jahren aus. Seit einigen Jahren wird die Impfung gegen Hepatitis A und Hepatitis B häufig kombiniert.

Passive Impfung Hepatitis A-Impfung für Säuglinge möglich

Neben der aktiven gibt es eine passive Impfung gegen Hepatitis A-Viren. Diese ist bereits bei Säuglingen möglich. Dabei spritzt der Arzt aus Spenderblut gewonnene Antikörper gegen Hepatitis A-Viren. Der Schutz hält allerdings nur etwa 3 Monate an. Danach werden diese Antikörper vom körpereigenen Immunsystem vernichtet. Die passive Schutzimpfung ist also nur dann geeignet, wenn man kurzfristig und nur nicht für längere Zeit einen Hepatitis A-Schutz braucht, zum Beispiel vor einer Reise in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis A-Infektionsrisiko.

Passive Hepatitis A-Impfung: Besonderheiten

Aktive Impfseren (wie bei Masern, Mumps und Röteln) dürfen nicht gegeben werden, solange die Hepatitis A-Antikörper aktiv sind. Anderenfalls würden sie diese Impfstoffe abfangen und vernichten. Daher müssen alle Lebendimpfungen vor der passiven Hepatitis A-Impfung abgeschlossen sein.

Impfempfehlungen: Wer sollte sich impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission des Robert Koch Institutes empfiehlt folgenden Personen, sich gegen Hepatitis A impfen zu lassen:

  • Reisende in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen (zum Beispiel Länder des Mittelmeerraums oder Osteuropas)
  • Personal in Kindertagesstätten und –heimen
  • Mitarbeiter in Krankenhäusern (Ärzte, Pflegepersonal, Reinigungskräfte) und anderen sozialen Einrichtungen
  • Berufsgruppen, deren Arbeit einer erhöhten Ansteckungsgefahr mit Hepatitis A Viren ausgesetzt sind, wie Rettungssanitäter, Laborpersonal, Polizisten oder Kanal- und Klärwerksarbeiter
  • homosexuell aktiven Männern
  • sowie bei chronischen Lebererkrankungen wie Hepatitis B oder Hepatitis C, wenn kein Schutz vor Hepatitis A-Viren vorhanden ist.

Hepatitis A auf Reisen vorbeugen

Sorgfältige hygienische Maßnahmen sind der beste nicht medikamentöse Schutz vor Hepatitis A. Vor allem auf Reisen ins Ausland gilt: Wash it, peel it, cook it or forget it – Wasch es, schäl es, koch es oder vergiss es. Trinken Sie zudem im Ausland kein Leitungswasser und verwenden Sie dieses auch nicht zum Zähneputzen. Besser ist abgekochtes oder behandeltes Wasser oder auch Mineralwasser in Flaschen.

Autor: Charly Kahle

Stand: 25.10.2017

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